Der Geist des Weines

Heco van Doune:

Der Geist des Weines

Vom Weine rot die Nase schwillt,

der Minne ist nur schwer gewillt,

zu singen einet seiner fein Ballade,

hört der Beweinte doch der Worte Sinn nur fade

So der Minne schlägt auf seine Laute,

singt vom Kruge leer des Weines,

statt des Saftes vollen Gastes,

vom Geiste des Weines,

der geistreich sich zu melden tut,

denn geistweich zum Übermute führet.

So mancher Gaste sich verhörte,

verspürte sich verhöhnt vom Minne und röhrte:

„Hängt den Bänkler, hängt ihn höher!“

– So sei´s ein Scharlatan, der verblümt nur Wahrheit singt.

So beruhigt euch ihr Bauern, ihr geadeltes Blut,

es führt nur der Weine zu falschem Disput,

wollt wahren Hohn ihr erfahren solltet ihr zum Feste den Heco euch laden,

er verschwend nicht euer Zeit noch Dukat,

bringt zum Punkte auch jeden Eklat.

Des Heco der bin ich, der Schelme bester, vom (Ko)Bolde geschult,

keint König mir zu mächtig, als das meine Zunge verklingt,

unablässig seine rote Nase besingt,

so das Volke um sein Lachen ringt.

Für Spott und Hohn da rufet mich,

komme daher unt besinge dich,

keint Baum zu hoch,

keint Kerker zu tief,

lasset meiner singen und ihr lacht euch schief!

Heco

Heco van Doune

So lautet mein Name,

bin obso der Liebling deiner Dame,

verführet sie mit Charme und Witz,

meinen Namen int ihr Herze ritz!

Bislang noch jedem Kerker entkommen,

nun auch in eurer Stadt,

der Heco van Doune, der kommt,

jetzt macht ihm Platz!

Heco van Doune, 23.10.02

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